Fauler Kompromiss 

Da schwimmen den Initiatoren des Bürgerbegehrens die Felle weg. Die Bürgerinnen und Bürger denken mit und wissen, die neue Kita muss am Bruchfeldweg gebaut werden. Der nun vorgelegte Kompromissvorschlag lohnt sich ganz besonders für einen der Initiatoren, denn sein Ackerland wird Bauland.

Von der Gemeindevertretung wird erwartet, dass für alle Zeiten auf die beschlossene Bebauung der Fläche „Hinter dem Haagen"verzichtet wird. Sollten die Gemeindevertreter dem tatsächlich zustimmen, ist es das Aus für junge Familien, die sich den Traum vom Eigenheim auf bezahlbarem Grund und Boden verwirklichen wollten. Weiter fragt man sich, wie kann und darf das jetzige Parlament entscheiden, dass für alle Zeiten dort nicht gebaut werden soll?

Wohlwissend, dass dieser vorgeschlagene Kompromiss nicht realisiert werden kann, schieben die Initiatoren des Bürgerbegehrens den Schwarzen Peter wieder der Gemeinde zu. Damit hoffen sie, auch ohne den Bau der Kita die Mehrheit beim Bürgerentscheid für ihr Bürgerbegehren zu bekommen, denn sie haben ja einen Kompromiss vorgeschlagen, wenn auch einen, der nicht umsetzbar ist.