Mönchshaus - ein Fass ohne Boden?

Im Vorfeld der Gemeindevertretersitzung fanden die Ausschusssitzungen statt, in denen besonders die Freigabe der Haushaltsmittel in Höhe von 10.000 €  zur Sanierung des Mönchshauses diskutiert wurde. Dazu trafen sich die Ausschussmitglieder vor Ort im Mönchshaus, um sich ein Bild vom Stand der Arbeiten zu machen. Es ist auf Anhieb nicht zu sehen, dass bereits weit über 100.000 € und unzählige Arbeitsstunden der Mitglieder des Fördervereins investiert wurden. Aber bei dem Ausmaß der erforderlichen Arbeiten ist dies auch kein Wunder. Der Rundgang mit Erklärungen zum Sanierungsstand machte deutlich, dass noch viel Geld und Arbeit investiert werden müssen. 

Mit den Fördermitteln und dem Zuschuss der Gemeinde fließen erstmal weitere 100.000€. Wird es damit bewohnbar sein? Wohl nicht, denn der Innenausbau steht auch noch an. Wird vielleicht sogar ein weiterer Zuschuss zur Fertigstellung erforderlich? Zu Beginn der Sanierung hieß es, die Gemeinde gibt einmalig einen Zuschuss von 20.000 €. Jetzt sind weitere 10.000 € bewilligt worden.

Weiter fragen wir uns, was passiert am Ende mit dem sanierten Mönchshaus? Hoffentlich kein teurer Leerstand. Es ist wohl das älteste Haus in Mönchehof. Geplant ist die Vermietung. Damit wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Gemeinde hat aus Steuermitteln gezahlt. Was haben die Espenauer Bürgerinnen und Bürger davon?  Wird dies ein Fass ohne Boden? Und wie sieht es mit der Gleichbehandlung der anderen Espenauer Vereine aus, die maximal zehn Prozent der Investitionen bekommen? Diese Punkte führten dazu, dass ein Großteil der unserer Fraktion gegen die Freigabe der Haushaltsmittel stimmte. 

 
Weniger Gemeindevertreter = Weniger Demokratie?

Die SPD Fraktion möchte die Anzahl der Gemeindevertreter nach der nächsten Wahl reduzieren. Die Begründung dafür ist, dass es kaum noch Freiwillige gibt, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Im Klartext: die SPD findet keine Kanditaten mehr. Weiter werden die Kosten aufgeführt, die eingespart werden können. Dies ist schon kurios, da erst in der letzten Sitzung die Sitzungsgelder auf Antrag der SPD erhöht wurden.

Nun soll plötzlich wieder gespart werden und dies auf Kosten der Demokratie. Denn mit der Reduzierung der Anzahl der Gemeindevertreter wird die Demokratie geschwächt, weil weniger Bürger an den Entscheidungen beteiligt werden. Durch den praktizierten Fraktionszwang der SPD-Fraktion geht die Meinungsvielfalt verloren. Dies betrifft besonders die kleinen Fraktionen. Möglicherweise werden sie im Gemeindevorstand oder in den Ausschüssen nicht mehr beteiligt sein. Schlimm wäre es auch, wenn damit der Fraktionsstatus verloren ginge. Wir sind auf jeden Fall dagegen und hoffen, dass die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit nicht zustande kommt.